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Fachinformationen - Gift: Maßnahmen bei Verletzungen


Maßnahmen bei Verletzungen durch Gifttiere

Wenn an Ihrem Urlaubsziel giftige Schlangen, Spinnen oder Skorpione vorkommen, sollten Sie ihre Schuhe vor dem Anziehen ausschütteln und nicht unter Steine und in Erdhöhlen fassen. Halten Sie auch dann Abstand zu möglicherweise giftigen Tieren, wenn sie anscheinend tot sind. Selbst wenn sie es tatsächlich sind, funktioniert ihr Giftapparat oft noch nach dem Tod. Versuchen sie nicht, das Tier zu fangen oder zu reizen, zum Beispiel einen Skorpion, damit er sein schwanzähnliches Hinterteil aufstellt. Prägen Sie dies bitte auch Kindern ein, die durch ihre natürliche Neugier besonders gefährdet sind.


Crotalus atrox, Bildquelle: www.venomous.com

Beim Campen im Freien ist besondere Vorsicht geboten. Schlagen Sie Ihr Zelt in übersichtlichem Gelände auf und nicht in Höhleneingängen oder neben Steinhaufen. Gehen Sie nicht barfuss aus dem Zelt und sammeln Sie Ihr Feuerholz noch vor Einbruch der Dunkelheit, um Gefahren besser erkennen zu können. Da viele Gifttiere nachtaktiv sind, sollten Sie nachts mit einer Taschenlampe den Weg ausleuchten. Sollten Sie ein krabbelndes Tier auf Ihrem Körper spüren, schlagen sie nicht drauf, sondern wischen Sie es schnell vom Körper weg.

Das Mitführen von Schlangengift-Antiseren macht für Reisende keinen Sinn, da diese nur spezifisch für bestimmte Schlangenarten geeignet sind und ihre Anwendung wegen allergischer Reaktionen sehr gefährlich sein kann. Die Gabe von Serumpräparaten ist deshalb erfahrenen medizinischen Einrichtungen vorbehalten.

Im Falle einer Vergiftung ist es entscheidend, dass schnelle Hilfe geleistet wird. Geeignete Maßnahmen bei einer schweren Vergiftung durch Tiergifte sind:

Gefährlich sind heroische Interventionen durch Ungeübte, die Situationen "verschlimmbessern":


Die oben genannten Maßnahmen gelten allgemein für alle schweren Vergiftungen. Die speziellen Behandlungen und Symptome sind abhängig davon, welches Gift in welcher Konzentration und Menge in den Körper gelangt ist, sprich: welches Gifttier die Verletzung verursacht hat.

RMZ, 04.02.2009