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Buruli-Ulkus
Erreger:
Mycobacterium ulcerans. Dritthäufigste mykobakterielle Erkrankung
Verbreitung:
In Afrika ist das Buruli-Ulcus praktisch in der gesamten Regenwald-Zone beschrieben, in den letzten Jahren zunehmend häufig in Westafrika. In Asien vorwiegend in Papua-Neuguinea, auch in Malaysia, Indonesien und anderen Ländern. In Australien in Queensland, Victoria und Northern Terriories. Aus Amerika nur vereinzelte Fälle in Mexiko, Bolivien, Peru und Französich-Guayana.
Infektionsweg:
Der Übertragungsmodus des M. ulcerans auf den Menschen ist nicht bekannt. Nach epidemiologischen Untersuchungen kommt eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch wahrscheinlich nicht vor, das Ulcus wird im Kontakt mit der Umwelt erworben. Epidemiologisch auffallend ist, dass das Buruli-Ulcus vorwiegend in Gebieten um Flüsse und Seen herum vorkommt oder Cluster bildet in großen Sumpfarealen. Der Erreger wurde in Wasserflöhen beschrieben.
Inkubationszeit:
Wahrscheinlich im allgemeinen 2-3 Monate
Symptomatik:
Es entsteht zunächst ein subkutaner Knoten (histologisch Fettgewebsnekrose), der im weiteren Verlauf ulceriert. Das entstehende Ulkus besitzt typischerweise einen unterminierten Rand. Ulkus meist lokal begrenzt, selten Osteomyelitis oder multiple Herde. Spätfolgen sind Narben und Kontrakturen.
Diagnostik:
Sicherung des klinischen Verdachts durch Kultur und Histologie, evtl. auch mittels PCR
Differentialdiagnose:
Ulcus tropicum, infizierte Wunden und Neoplasien, weiterhin Frambösie, Lues, Hauttuberkulose, Milzbrand
Therapie:
Knoten und Ulcera werden exzidiert. Weit im Gesunden, anderenfalls kommt es zu Rezidiven. Deckung der Defekte durch Hauttransplantationen.
MG, 15.06.2009