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Chikungunya Infektionen
Chikungunya wird in Affen tropischer Zonen nachgewiesen (natürliches Reservoir). Von dort kann es sich in suptropische Regionen (> 10° Isotherme) ausbreiten und über Mücken auf den Menschen übertragen werden. Der Erreger verursacht eine fieberhafte Erkrankung, die mit Muskel- und Gelenkschmerzen einhergeht. Insbesondere in Bevölkerungsgruppen, die noch keinen Kontakt zu dem Virus hatten, kann es Epidemien auslösen.
Die Erkrankung betrifft vor allem ortsansässige Personen. Reisende sind relativ selten betroffen, vermutlich weil in touristischen Anlagen besonders auf Mückenschutz geachtet wird. Beim Chikungunya-Fieber ist die akute Krankheitsphase sehr kurz, so dass bei Reiserückkehrer oft keine Viren mehr im Blut gefunden werden.
Die Überträgermücke (Aedes albopictus) liebt Ansammlungen mit relativ sauberem Wasser in alten Autoreifen oder leeren Konservendosen. Je mehr Regen fällt, desto mehr Brutplätze findet die Mücke. In gepflegten Hotelanlagen mit wenig stehendem Süßwasser ist das Risiko eher geringer als außerhalb.
Aedes Albopictus

Bildquelle: www.invasive.org

Bildquelle: www.arbovirus.health.nsw.gov.au
Erkrankung
Meist zwei bis drei Tage (ein bis 12) nach Stich einer infizierten Mücke kommt es zu einem plötzlichen starken Fieberschub, Kopf- und Muskelschmerzen und sehr starken Gelenkschmerzen (oft sind Hand- und Fingergelenke betroffen). Gelegentlich tritt ein Hautausschlag auf. In sehr seltenen Fällen kommt es zu Blutgerinnungsstörungen. Bei manchen Menschen, vor allem solchen mit zuvor geschädigten Gelenken, können die Schmerzen monatelang bestehen bleiben. Ansonsten klingen die Beschwerden nach drei bis 14 Tagen ab. Entzündungshemmende Medikamente und Cortisonpräparate wirken lindernd.
Reiserisiken
Die Erkrankung kann im Ostafrika, auf den Inseln des indischen Ozeans, auf dem indischen Subkontinent und in Südostasien immer wieder auftreten. Das Risiko steigt jahreszeitlich mit der Intensität der Regenfälle an. Bei aktuellen Epidemien können auch Reisende erkranken. Bei Epidemien sind insbesondere gefährdet: Schwangere, Neugeborene, Personen mit angeschlagenem Gesundheitszustand, eingeschränkter Körperabwehr oder Rheuma. Das Virus kann ungeborene Kinder im Mutterleib infizieren (ggf. überwiegend gutartige Hirnentzündung); über eine besondere Gefährdung von älteren Kindern ist nichts sicher bekannt.
Vorbeugung und symptomatiosche Behandlung?
Informationen zum Mückenschutz
MG, 15.06.2009