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Reiseinformationen - Allgemein: Sicherheit von Impfungen


Sicherheit von Impfungen

In Deutschland zugelassene Impfstoffe sind in der Regel sicher. Nebenwirkungen können, wie bei allen Medikamenten, prinzipiell vorkommen: durch falsche Technik der Verabreichung, Infektion oder durch Reaktionen auf die Inhaltsstoffe. Die erstgenannten Probleme sind durch die Auswahl geeigneter Impfstellen leicht vermeidbar.

Reaktionen auf Inhaltsstoffe sind auch bei guter Qualität der Impfstoffgabe als allergische oder toxische Reaktionen möglich. Auslöser können Impfantigene selbst sein, die die gewünschte Impfreaktion vermitteln, oder Zusatzstoffe, die sich in den Impfstoffen befinden. Dazu zählen, je nach Impfstoff, Antibiotika, Inaktivierungsmittel, Produktionsüberreste (Hühnereiweiß), Konservierungsmittel (Thiomersal u.a.), Stabilisatoren (Humanalbumin, Gelatine u.a.) und so genannte Adjuvantien (z.B. Aluminiumverbindungen).

Übersicht zu anerkannten Impfkomplikationen nach dem Infektionsschutzgesetz: RKI (2007)


Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation

Ein Expertengremium der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich Ende 2007 mit speziellen Fragen zur Sicherheit von Impfstoffen beschäftigt. Es wurde u.a. über die folgenden Schwerpunkte berichtet:

Fazit der WHO: Tragfähige Hinweise für eine kausale Beziehung zwischen den dargestellten Gesundheitsstörungen und den genannten Impfungen ließen sich bislang nicht finden. Die Erfassung selten auftretender unerwünschter Arznei- oder Impfstoffwirkungen bleibt jedoch auch weiterhin eine Herausforderung. Dies gilt insbesondere für die Hersteller, das staatliche Gesundheitswesen aber auch für die große Gruppe der niedergelassenen Ärzte in Deutschland. Ungewöhnliche Beschwerden/Erkrankungen im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung werden dem Paul-Ehrlich-Institut (Bundesamt für Sera und Impfstoffe) in Langen gemeldet. Meldeformulare finden sich in jeder Ausgabe des Deutschen Ärzteblatts.

Quelle: WHO: Global Advisory Committee on Vaccine Safety, 12-13 December 2007. WER 2008, 83: 37-44 (PDF)

MG, 21.05.2010