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Reiseinformationen - Taiji (TaiChi, BaGua, XingYi, ChengHsin, Aikido)


Taiji (TaiChi, BaGua, XingYi, ChengHsin, Aikido)

 
Beschreibung    
Taiji (Tai Chi) entstand vor etwa 300 Jahren als Bewegungsform aus chinesischen Kampfsportarten. Die Praxis des Taiji gründet aus der taoistischen, z.T. auch konfuzianistischen, Philosophie. Taiji bedeutet "der große Gegensatz", von voll und leer, Yin und Yang, positiv und negativ, der bei idealem Ausgleich zu "Wuji" dem Kreis oder der großen Vereinigung führt. Taiji ist nahe verwandt mit Qi Gong (Übungen zur Gesunderhaltung) und Akupunktur (Maßnahmen zur Beseitigung krankmachender Blockaden). Während bei Qi Gong der Schwerpunkt auf der Gesunderhaltung liegt, zielt Taiji auf den geeigneten Umgang mit äußerer Energie oder Kraft, zu der die ideale innere Einstellung des Körpers gefunden wird. Nicht die äußere, sondern die harmonische durch den Geist kontrollierte innere Bewegung, ist das besondere dieser Kampfkunst. Da Spüren und Fühlen der Bewegung und Ihrer Folgen im Vordergrund stehen, ist der Übungsablauf sehr langsam. Angestrebt wird jedoch eine blitzartige Veränderung des inneren Zustandes auf eine äußere Reaktion („Wenn der Partner sich bewegt, bewege ich mich zuerst“ oder „meine Einstellung zu dem was kommt, ist schneller als dem Akteur bewusst wird, was er will“). Das Erreichen eines meditativen Bewusstseinszustandes und Körpergefühls ist eine Voraussetzung für eine wirkungsvolle (d.h. für den Partner spürbare) Ausführung. Intensivere Lernerfolge treten langsam, oft erst nach vielen Jahren auf. Die Grundprinzipien dieser Körpermechanik sind jedoch auch für Anfänger relativ leicht in vielen Sportarten oder bei geistigen Tätigkeiten nutzbar:
Taiji wird in verschiedenen großen Stilrichtungen, mit zahlreichen und oft sehr unterschiedlichen Varianten und Schwerpunktsetzungen gelehrt (von eher turnierbetont bis sehr meditativ). Stock- oder Schwertkampftechniken, sehr schnelle und sehr langsame Formen sind verbreitet.
 
Tajji wird auch der „kleine Kreis“ (Bild: „Radnarbe“) genannt, im Gegensatz zur Technik des „großen Kreises“ (Ba Gua) mit zahlreichen weiten Drehbewegungen und Xing Yi, dem lineares Training der Wandlungsphasen („Radspeichen“). Zahlreiche Bewegungs- und Konzentrationslehren der chinesischen, koreanischen und japanischen Tradition aber auch moderne Kampfsportarten wie Boxen greifen auf bewährte Grundbewegungsmuster und Konzentrationsübungen dieses Formenkreises zurück. ChengHsin („Effortless Power“) ist der Versuch eines amerikanischen Trainers, das Essentielle verschiedener Stile und Kampfkünste in einer eleganten Bewegungsform zu vereinen. Aikido (japanisch: Weg der spirituellen Harmonie) stammt aus dem 14. Jahrhundert und integriert Dreh- und Wurftechniken in ein Vorgehen starker mentaler Ruhe (Angstfreiheit) und Kontrolle der Bewegungskoordination. Hapkido (Koreanisch Kunst der koordinierten Kraft) ist noch dynamischer und damit näher Kampftechniken (Kung Fu).
 
Angestrebte Wirkung      
Wissenschaftlicher Nachweis         
Aussagekräftige Studien liegen vor.
 
Risiken und Gegenanzeigen          
Qualitätskontrolle 
Bemühungen um eine internationale Dachstruktur. China ist stark daran interessiert die Qualitätsführerschaft wieder zu erlangen, hat aber in der Kulturrevolution die Initiative an zahlreiche andere Länder verloren, in die qualifizierte Trainer emigrierten. Verschiedene Internationale Verbände betreiben derzeit sehr unterschiedliche Qualitätssicherung.
Nationale Dachstruktur. Eine einheitliche Ausbildung ist vorgegeben.

 

RMZ, 05.02.2009