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Black Henna Tattoos
"Henna" besteht aus den gepulverten Blättern des Cyperstrauches (Lawsonia inermis), der v.a. in Asien, Nordafrika und dem östlichen Mittelmeer vorkommt. Die orientalische Kunst der Körperbemalung mit Henna ("Mehndi") ist sehr alt. Bereits die Mumie einer ägyptischen Prinzessin aus der 18. Dynastie wies Hennagefärbtes Haar auf. Rund um´s Mittelmeer, auf den Kanarischen Inseln, in Sansibar, Indien, Thailand, Bali und vielen weiteren Ländern wird Henna-Bemalung auch bei Touristen immer beliebter.
Reine Henna-Färbung von Haaren und Haut ist ohne chemische Zusätze orange bis fuchsrot und unschädlich.
Mit der meist undeklarierten Beimischung eines Zusatzstoffes (p-Phenylendiamin, PPD, oft in unzulässig hoher Konzentration) wird ein dunklerer Farbton oder eine Schwärzung erreicht (Black Henna Tattoos). Damit verkürzt sich auch die nötige Einwirkzeit, und die Haltbarkeit wird erhöht. PPD ist aus der Arbeitsmedizin als stark Allergie auslösend bekannt. In kosmetischen Mitteln für Wimpern, Augenbrauen oder die Haut darf PPD nicht enthalten sein.
Seit Ende der 90er Jahre häufen sich Berichte über schwere Hautreaktionen nach Aufbringung von Black-Henna-Tattoos. Es handelt sich dabei um akute, allergische Kontaktdermatitiden, häufig verbunden mit allergischen Kreuzreaktionen auf verwandte Stoffe (andere Farbstoffe, Sulfonamide, u.a.).
Vor allem Personen unter 30 Jahren (Frauen häufiger als Männer) sind von der PPD-Allergie betroffen und müssen Einschränkungen bei der späteren Berufswahl aufgrund der weiten Verbreitung des PPD in Kauf nehmen. Von der Ausbildung u.a. zum Drucker, Friseur, Kürschner, Schuhverkäufer, Chemiewerker oder Arbeiten in der Leder-, Gummi- und Textilbranche wird bei PPD-Allergie abgeraten.
Fazit:
Hände weg von nicht eindeutig als "PPD-negativ" deklarierten Henna-Tattoos! 
HEF, 08.10.2009