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Reiseinformationen - Gymnastik


Gymnastik

 
Beschreibung    
Gymnastik (gr.) bedeutet „nackt üben“. Das Wesen von Gymnastik ist Körperertüchtigung unter der Vorstellung, dass einem gesundes Körper ein gesunder Geist innewohnt. Systematisch wurde Gymnastik erstmals von dem Lehrer Johann Christoph Muths beschrieben: „Gymnastik für die Jugend“ (1793). Friedrich Ludwig Jahn gründete den Turnverein (Die Deutsche Turnkunst 1816) und startete die weltweite Verbreitung der Turn- und Übungsidee. Sehr früh wurde Gymnastik mit rhythmischen Bewegungen und Musik verbunden. Aerobic und viele andere moderne Gymnastikarten sind Weiterentwicklungen der klassischen Gymnastik. Im Gegensatz zu östlichen Bewegungsarten (Yoga, QiGong) werden die Bewegungen sehr schnell ausgeführt, d.h. sie laufen unbewusst ab (für das bewusste Wahrnehmen und Spüren des Anlaufs müssten sie sehr langsam laufen), oder mit anderen Worten, das gestresste Bewusstsein kann in der Umkleidekabine bleiben. Dieses Abschalten ist durchaus gewünscht. Die Konfrontation mit dem ganzen Menschen ist bei einem Workout weder erforderlich noch angestrebt, daher sind gymnastische Übungen besonders einfach und niedrigschwellig anwendbar.
Ein weiterer Unterschied zu östlicher Gymnastik ist die Betonung der Muskelaktivität, im Gegensatz zu Yoga und Qi Gong, bei denen eher Sehnen- und Bänderstärkung angestrebt wird.
Rhythmische, musikalische Formen der Gymnastik (auch im Wasser) haben einen stärkeren psychisch ausgleichenden Effekt als das Abschalten in einem eher harten Workout, bei dem Teile des Ich („der Schweinehund“) verdrängt werden müssen.
 
Angestrebte Wirkung       
Körperliche Ertüchtigung
 
Wissenschaftlicher Nachweis         
Aussagekräftige Studien liegen vor.
 
Risiken und Gegenanzeigen          
Wenige, sofern Anwender oder Trainer qualifiziert sind.
Anderenfalls sind bei zu abrupten Bewegungen Zerrungen und Verletzungen möglich.
 
Qualitätskontrolle 
Turn- und Sportverbände. Eine einheitliche Ausbildung ist vorgegeben.

 

 

RMZ, 05.02.2009