Fachinformationen - Reiseziele Süd-Ost-Asien


Malaria-Trends in Süd-Ost-Asien

Die Zahl der Erkrankungen und Todesfälle durch Malaria ist nach Angaben der WHO in der Region Südostasien seit 1989 kontinuierlich rückläufig. Die aktuellen Meldezahlen bestätigen diesen Trend:

Besonderheiten zu einzelnen Ländern:

Ein großes Problem stellen die Arzneimittelfälschungen mit Malariamitteln dar, deren Anteil in Südostasien je nach Untersuchung etwa 35%-50% aller Malariamedikamente ausmacht. Auch die Qualität der medizinischen Versorgung schwankt sehr stark, in Laos waren 2007 50% der Verschreibungen nicht korrekt und in Kambodscha beziehen 70% der Patienten ihre Medikation aus dem privaten Sektor, dessen Qualität nicht kontrolliert wird.

Die besonders betroffenen Regionen erstrecken sich entlang der Grenzen, da hier zahlreiche Menschen keinen Zugang zur medizinischen Versorgung haben und unter gesundheitswidrigen Bedingungen leben (Flüchtlinge, Migranten).

Risikoabwägung für Reisende
Die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) empfiehlt Reisenden strikt auf Mückenschutz zu achten: Nachts wegen des Überträgers der Malaria (Anophelesmücke), aber auch tagsüber wegen des Überträgers des Denguefiebers (Aedesmücke). Bei Fieber muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Ist innerhalb von 24 Stunden kein qualitativ vertrauenswürdiger Arzt erreichbar, sollte eine Malarianotfallbehandlung durchgeführt werden.

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HEF, MG, 26.07.2012



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