Reiseinformationen - Kinder und Schadstoffbelastungen


Kinder und Schadstoffbelastungen
 
Der Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen hat sich in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert. Akute Erkrankungen wie Infektionen verlieren an Bedeutung und chronische Störungen nehmen zu. Viele dieser chronischen Erkrankungen werden durch mehrere Faktoren gleichzeitig beeinflusst oder verursacht: u.a. auch durch Schadstoffbelastungen.
Störungen des Immunsystems (Asthma, Neurodermitis), Krebserkrankungen uva. können durch Schadstoffbelastungen mit verursacht sein oder werden durch sie ungünstig beeinflusst.
 
Kinder sind für Schadstoffe besonders gefährdet. Bei der Geburt sind insbesondere das Hirn und das Immunsystem noch nicht ausgereift und der Körper befindet sich in einer Phase intensiven Wachstums. Gerade in der Entwicklung während der ersten Lebensmonate und Jahre können Umweltgifte erheblichen Schaden anrichten. Kinder können sich zudem manchen Belastungssituationen schwerer entziehen als Erwachsene. Aufgrund ihrer typischen Verhaltensweisen (Hand-zu-Mund-Kontakt, Krabbeln, Buddeln) können Schadstoffe (z.B. in einem verunreinigten Sandkasten) besonders leicht aufgenommen werden.
 

Bildquelle: Irina Klein

 
Wie können Kinder auf Reisen vor Schadstoffbelastungen geschützt werden?
 
 
Möglichst in Regionen mit geringer Belastung reisen
In Megastädten muss verstärkt mit Schadstoffbelastungen gerechnet werden: Autoabgase, Kraftwerke und Industriesmog. Der Aufenthalt in solchen Ballungszentren sollte mit Kindern möglichst begrenzt sein. Siehe: Mega-Cities.
 
 Vorsicht bei der Auswahl der Nahrung
In vielen Nahrungsmitteln können Schadstoffe lauern: Pflanzengifte, Schwermetalle, Pestizide, Arzneimittelrückstände, Farbstoffe, Konservierungsstoffe uva. Häufig fehlen gesetzliche Regelungen für Höchstmengen an Schadstoffen.

Ein absoluter Schutz ist daher nicht möglich, aber Sie können
Weitere Informationen zu gesundheitlichen Risiken von Lebensmitteln: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
 
 
Vorsicht bei der Auswahl von Spielsachen oder Orten, wo gespielt wird
Spielen kann durchaus gefährlich sein. Sandkisten können mit verseuchtem Sand aus Industriebaustellen gefüllt sein oder in billigen Spielwaren können Schwermetalle wie Blei, Quecksilber, Nickel oder Cadmium enthalten sein. Badetiere, Bälle und Puppen können aus dem Kunststoff Polyvinylchlorid (PVC) bestehen und auch andere Schadstoffe in sich bergen.

 
Weitere Informationen
 
Vorsicht mit Medikamenten unbekannter Herkunft
Viele Medikamente im Ausland (insbesondere in Süd-Ost-Asien) sind gefälscht oder unbrauchbar. Die Behandlung von Kindern erfordert in jedem Fall qualifizierte ärztliche Hilfe.
 
Was brauchen Kinder auf Reisen?
 
Damit die Eltern entspannt sein können, kann die Reisevorbereitung und die Reiseorganisation ruhig etwas aufwendiger gestaltet werden. Kinder fühlen sich am wohlsten, wenn sie sich einen festen Raum erobern können, und der kann so ausgewählt werden, dass auch die Risken von Schadstoffbelastungen klein bleiben.

 Weitere Artikel:

 

KS, MG, HE, 23.10.2012



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