Reiseinformationen - Medikamente: Fiebersenkende


Zwei Artikel in der Dezember 2009-Ausgabe des Britischen Ärzteblattes (BMJ) verweisen darauf, dass Fieber eine natürliche immunologische Reaktion eines Organismus ist, der sich mit einer Infektion auseinandersetzt (Fowler und Nablusi 2009 s.u.).  Medikamente, die Paracetamol oder Ibuprofen enthalten, können Fieber zwar sehr effektiv absenken - aber ist das für den Krankheitsverlauf von Nutzen?

Grippeviren wachsen am besten bei 33-35°, weshalb die Inhalation heißer, befeuchteter Luft, ein bewährtes Hausmittel, nachweislich wirksam ist  (Tyrell 1989). Die Anwendung fiebersenkender Medikamente kann dagegen auch Sicherheitsrisiken mit sich bringen: Vor allem eine mögliche Störung der Nierenfunktion oder Nierenerkrankungen (Fowler s.u.).

Warum sollten also bei Krankheiten, bei denen zu erwarten ist, dass sie auch ohne Therapie abklingen werden, fiebersenkende Mittel eingesetzt werden? Sind es tiefsitzende Ängste aus vorwissenschaftlichen Zeiten, die uns dazu treiben, wie einer der beiden Autoren (Fowler) es vermutet? Müssen Eltern und Ärzte besser unterrichtet werden hinsichtlich der Beeinflussung von Krankheitsereignissen, die einen natürlich folgenlosen Verlauf nehmen werden (Nablusi s.u.)? Dann könnten zumindest eindeutig schädliche Kombinationen verschiedener fiebersenkender Medikamente vermieden werden.

Ein Kommentator zu den Artikeln meint, es sei nicht ethisch vertretbar, irrationale Ängste mit Medikamenten zu behandeln, die potentiell auch schaden könnten. 

Quellen:


Grippe (Aktuelle Informationen)

HEF, MG, 17.10.2012



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