Reiseinformationen - Japan Enzephalitis-Impfung: Kurztext


Japan-Enzephalitis-Impfung:

Risiko der Erkrankung: Die Viruserkrankung kommt in den Reisanbaugebieten Süd-, Südost- und Ostasiens vor. Mücken übertragen das Virus von Schweinen und Vögeln auf Menschen, die sehr eng mit den Tieren zusammenleben. Das Übertragungsrisiko ist bei Kurzaufenthalten und in Städten sehr gering und steigt bei zunehmender Aufenthaltsdauer im ländlichen Raum und während der Regenzeiten an. Die meisten Infektionen verlaufen unbemerkt, aber in etwa 0,5 Prozent kann es zu schweren Hirnentzündungen mit bleibenden Schäden und auch mit tödlichem Verlauf kommen. Bei Fällen mit klinisch manifester Erkrankung kann die Sterblichkeitsrate im Bereich von 25 Prozent liegen.
Art der Impfung: Es wird ein Totimpfstoff geimpft. Inzwischen existiert ein in Deutschland zugelassener Impfstoff gegen Japanische Enzephalitis.
Impfempfehlung: Die Impfung kann sinnvoll sein bei längeren Aufenthalten oder sehr einfachen Wohnverhältnissen (Aufenthalt im Freien ohne Mückenschutz). Die CDC empfiehlt die Impfung bei: „Aufenthalt über vier Wochen in ländlichen Gebieten während der Hauptübertragungszeit“.
Grundimmunisierung: Es werden zwei Impfungen im Abstand von 4 Wochen verabreicht.
Impfschutz: Beginn zehn Tage nach der zweiten Dosis.
Auffrischung: Eine Auffrischimpfung ist bei fortbestehendem Risiko nach zwei bis drei Jahren zu erwägen. Da es sich um einen relativ neuen Impfstoff handelt sind die optimalen Impfabstände noch nicht definiert, werden aber im Rahmen von Studien untersucht.
Impfabstände: Keine.
Alter: EU-Zulassung des Impfstoffs für eine Anwendung bei Kindern (05.02.2013). Erfahrungen mit der Anwendung bei Kindern in den USA (MMWR 15.11.2013).
Lokal- und Allgemeinreaktionen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
Die Impfung gegen Japan-Enzephalitis ist mäßig verträglich. Bei etwa 40%  Prozent der Geimpften kommt es zu Nebenwirkungen; in etwa 10-20% kommt es zu lokalen Beschwerden an der Impfstelle oder Kopfschmerzen. Auch Fieber, Übelkeit und Erbrechen sowie allergische Reaktionen sind möglich.
Gegenanzeigen: Bekannte Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder Impfstoffbestandteile. Schwangerschaft und Stillzeit. Bei Personen mit akuten fieberhaften Infekten muss die Impfung verschoben werden.

 Japanische Enzephalitis bei Reisenden

MG, 15.11.2013



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