Reiseinformationen - Bewegung


Bewegung

Im Gegensatz zu Pflanzen ist es den Tieren gelungen ihre Umwelt aktiv zu gestalten, sie können einen Ort verlassen, sich an einen anderen begeben und diesen Ort dabei beeinflussen und verändern. Die Art ihrer Wechselwirkung mit ihrer Umgebung verlor ihren zuvor eher passiven Charakter. Für die Veränderung der Umwelt war die Entwicklung eines Apparates erforderlich, der die Art der Körperoberfläche verändern kann und der Signale aus dem Umfeld mit denen aus dem inneren Milieu vergleichen kann. Die Einheit von Muskel-Sehnen-Knochen und Nerv wurde erfunden, wobei das Nervensignal die Erfolgsorgane der Bewegung anregt sich zu verändern und umgekehrt Nerven nur funktionieren, wenn sie äußere Bewegung wahrnehmen und verarbeiten. Beides bedingt sich gegenseitig.

Bildquelle: Melanie Kiel

Bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts vermutete man, Bewegung sei eine von einer Steuerzentrale im Hirn befohlene Muskelaktivität. Und man nahm selbstverständlich an, willkürliche Bewegung sei bewusst. Je mehr Bewegung erforscht, beobachtet und vor allem effektiv geübt wurde, desto deutlicher wurde, dass an der Gestaltung von Bewegung u.v.a. folgende Teilbereiche des Körpers intensiv beteiligt sind:

Bei der Informationsverarbeitung der Propriozeption wird im Gehirn zunächst etwas wahrgenommen. Diesen Prozess empfindet man als "Spüren" von Druck, Dehnung, Schmerz, Wärme, Kälte, Gelenkstellung. Das Gespürte wird dann interpretiert und bewertet und mit Erinnerungsbildern und Zukunftsvorstellungen verknüpft. Dieser Prozess wird gut mit dem Wort Fühlen beschrieben. Fühlen beschreibt die Verknüpfung einer gespürten Wahrnehmung mit einem Erinnerungs- oder Zukunftsbild. Die meisten Menschen fühlen, aber haben Schwierigkeiten zu sagen, was sie dabei eigentlich spüren. Z.B. drückt der Satz "Ich fühle mich gestresst" ein diffuses Unwohlsein aus, eine Erinnerung an ähnliche frühere Situationen, die unangenehm waren und die man gerne vermeiden möchte. Die eigentliche Ursache, die zu diesem Gefühl geführt hat, bedarf meist einer genaueren Beobachtung von sich selbst:

 
Quellen (der Artikelserie) u.a.

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MG, HEF, 09.08.2012



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