Reiseinformationen - Atemwegsinfektionen (Lokale Abwehr)


Lokale Abwehr von Atemwegsinfektionen

Wenn Infektionserreger über Tröpfchen in der Luft (Grippe) oder über Staub (Meningitis) übertragen werden, sind diese nur bei einigen Patienten bei Laboruntersuchungen nachweisbar. Offenbar waren eine große Zahl von Personen, die mit dem Errerger in Berührung kamen, in der Lage ihn schon in der Lunge abzufangen und zu beseitigen. Warum bleiben diese Menschen gesund? Wie funktioniert die lokale Infektionsabwehr? 

Bestandteile der lokalen Infektionsabwehr

 

Atmung


Die Atmung ist möglicherweise das erste willkürliche Muskelsteuerungsprogramm des Menschen. In der Gebärmutter füllt sich die Lunge eines ungeborenen Kindes langsam mit umgebender Flüssigkeit, die das Ungeborene mit zunehmendem Dehnungsreiz des Brustkorbes irgendwann erstmalig, dann unregelmäßig und schließlich in einem festen Rhythmus herauspresst. Deshalb braucht es das Atmen nach der Geburt nicht zu erlernen: es kann es schon. Die Atmung wird gesteuert durch das Stammhirn, einem Hirnteil den im Prinzip auch Reptilien besitzen. Säugetiere benötigen eine intensivere Sauerstoffversorgung für ihr relativ großes Hirn. Sie verfügen daher über einen sehr komplexeren Steuerungsmechanismus. In Ruhe und in Gesellschaft mit Artgenossen spielt sich ein ruhiger und tiefer Atemrhythmus ein, und das Herz wird in der Ausamtung gedämpft. In einer Bedrohungssituation steigt die Atmungshäufigkeit und die Atmung flacht ab. Je tiefer und mit mehr Luftvolumen die Atmung erfolgt, desto mehr Lungenbläschen werden belüftet, die im zusammengefalteten Zustand einen guten Nährboden für Infektionserreger abgeben würden. Stress führt zu einer flachen, für die lokale Körperabwehr ungünstigen Atmung und zusätzlich wird bei Stress auch die allgemeine Körperabwehr gedämpft.

 

Fast alle Muskeln des Atemapparates werden auch bei Willkürbewegungen benötigt und können daher bewusst angesteuert werden. Mit dem Zwerchfell gelingt das allerdings nur Personen, die etwas Atemgymnastik geübt haben.

Eine willkürliche Beeinflussung der Atmung (Verlangsamung der Ausatmung, Bauch weiten, Brust dehnen, Luftanhalten, Hechelen) kann sich sehr direkt auf den psychischen Zustand auswirken:

Die Atmung wird durch Rhythmen gesteuert, die wesentlich schneller ablaufen als bewusste Entscheidungen. Wenn die bewusste Entscheidung  "Einatmen!" fällt, ist der "Bus längst abgefahren" (genau seit 0,3 Sekunden). Willkürlich kann Atmung also nur unterbrochen ("Luftanhalten") oder in ihrer Taktung beeinflusst werden ("schneller, langsamer"). Der Versuch willkürlich einen Rhythmus vorgeben zu wollen (bei wenig guten Bewegungskursen) führt zu Verkrampfung. Günstig ist es, bei Bewegungen der Atmung Platz zu machen ("Als wolle man jemandem der kommt eine Tür öffnen") oder eine Rhythmus vorzugeben, dem sich die Atmung "von selbst" anpassen kann.

 

Die Atemfunktion wird trainiert und verbessert durch

 

Reizfaktoren der Atemwege, die Infektionen begünstigen können:

 

Lebensalter und Grunderkrankungen

Medikamente und sonstige Maßnahmen

 Immunssystem

Grippe (Influenza)

Aussichtsbehörden

Infektion

Impfung

 

 Weitere Artikel

MG, HEF, 20.08.2012



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