Reiseinformationen - Gift: Frösche und Echsen


Frösche und Echsen

Die Haut von Kröten, Fröschen und Salamandern enthält Drüsen, deren Sekret sie gegen Fressfeinde und Mikroorganismen schützt. Dieses Sekret kann hochgiftig sein. So wird ein Froschgift in Kolumbien und Panama als Pfeilgift verwendet, und zählt neben dem pflanzlichen Curare zu den wirksamsten Giften. Europäische Arten sind dagegen ungefährlich und sondern das Sekret nur ab, wenn man sie quetscht. Vergiftungen durch Froschgifte kommen weltweit fast nur vor, wenn die Tiere gegessen werden.

Hüten Sie sich vor der Einnahme von Präparaten, die als Aphrodisiakum oder Drogen angeboten werden. Sie können getrocknete Krötenhäute oder -gifte enthalten und zu schweren Vergiftungssymptomen führen. Sollten Sie eine der Amphibien angefasst haben, waschen Sie sich anschließend die Hände, damit das Sekret nicht in die Augen gelangt, wo es schmerzhafte Reizungen verursacht.

Unter den Eidechsen ist nur die im Südwesten der USA lebende Krustenechse giftig. Das im Grunde friedliche Wüstentier reagiert auf Störungen aggressiv und kann sich regelrecht verbeißen. Ihr giftiger Biss verursacht starke Schmerzen, Schwellungen, Blutdruckabfall und Übelkeit und sollte daher ärztlich behandelt werden.
 

Quelle: Dietrich Mebs; Gifttiere. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH 2000

 

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RMZ, 08.08.2012



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