Reiseinformationen - Hepatitis A-Impfung


Hepatitis A (Gelbsucht)

Risiko der Erkrankung: Das Hepatitis A -Virus wird im Wesentlichen durch verunreinigte Speisen, Getränke und Wasser sowie bei mangelnder Hygiene zwischen Toilette und Tisch (fäkal-oral) übertragen. Die Erkrankung verläuft bei Kindern mild, bei Erwachsenen schwerer. In ein bis drei Prozent der Erkrankungsfälle kann es zu sehr schweren Verläufen kommen, bei denen (vor allem Personen über 40 Jahre) auch Todesfälle möglich sind. Keine chronischen Verlaufsformen.


Art der Impfung: Aktiv, Totimpfstoff.

Impfempfehlung: Empfehlung für alle Reisenden über sechs Jahre, die noch keine Hepatitis A durchgemacht haben; bei Reisen nach Süd- und Osteuropa, in tropische und subtropische Länder. Personen, die vor 1950 geboren sind, haben häufig bereits (unbemerkt) eine Hepatitis A durchgemacht, was durch Bestimmung der Antikörper im Blut nachgewiesen werden kann. In diesem Fall kann auf eine Impfung verzichtet werden.

Grundimmunisierung:
1. Dosis: möglichst zwei Wochen vor Abreise, aber auch Last-Minute noch möglich
2. Dosis: sechs bis zwölf Monate nach der ersten Dosis

Impfschutz: Meist mindestens zehn Jahre oder deutlich länger. Siebzehn Jahre nach Grundimmunisierung wiesen mehr als 95% der Geimpften noch schützende Antikörperkonzentrationen im Blut auf. Bei Älteren oder Immungeschwächten ist jedoch auch eine deutlich kürzere Schutzdauer möglich.

Auffrischung: Notwendigkeit noch nicht endgültig geklärt

Impfabstände: Keine.

Alter: Ab dem vollendeten ersten Lebensjahr zugelassen (Kinderdosierung). Kleinkinder erkranken oft unbemerkt.

Hinweis: Es gibt Kombinationsimpfstoffe gegen Hepatitis A+B und Hepatitis A+Typhus.

Lokal- und Allgemeinreaktionen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Bei etwa vier Prozent der Impflinge können innerhalb von ein bis drei Tagen lokale Reaktionen (Schmerzen, Rötung, Schwellung) an der Impfstelle auftreten. Allgemeinsymptome wie leichtes Fieber, Frösteln, Kopf- und Gliederschmerzen oder Müdigkeit sowie Leibschmerzen und Störungen im Magen-Darmtrakt kommen vor (ein bis zehn Prozent). Eine Erhöhung der Leberenzymwerte wird vereinzelt (<1:10.000) in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung beobachtet. In der Regel sind diese Lokal- und Allgemeinreaktionen vorübergehender Natur und klingen rasch und folgenlos wieder ab.

Komplikationen: Selten werden allergische Hautreaktionen (Juckreiz, Urtikaria) und sehr selten Erythema multiforme nach der Impfung beobachtet.

 Links

MG, SH, 31.07.2012



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