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Tollwut (Rabies, Lyssa)

Erreger:

Rabies-/Lyssa-Virus. Zylindrisches, behülltes Einzelstrang RNA-Virus, Gattung Lyssaviren, Familie Rhabdoviridae. 7 Genotypen, davon 5 Fledermaustollwutviren. RABV1 ist das klassische Tollwutvirus

Verbreitung:
Weltweit außer Teile Nordeuropas und Ozeaniens; Zoonose

Infektionsweg:
Kontakt mit infiziertem Tier, vor allem durch Biss- oder Kratzverletzungen

Inkubationszeit:
Variabel; 3-8 Wochen, selten länger oder kürzer

Symptomatik:
Krämpfe, Lähmungen, Photo- und Hydrophobie, letaler Verlauf

Diagnostik:
Nur nach Tod direkter Erregernachweis

Differentialdiagnose:
Andere virale Enzephalitiden, Meningitiden, Tetanus

Therapie:
Sofortige Expositionsprophylaxe: aktive und passive Immunisierung; supportiv-symptomatisch

Prophylaxe:
Tierkontakte meiden; Impfung

Immunität:
Entfällt

Gesetzliche Regelungen:
Namentlich meldepflichtig bei Verdacht, Erkrankung und Tod, bei Verletzung eines Menschen durch ein tollwutkrankes, -verdächtiges oder -ansteckungsverdächtiges Tier sowie die Berührung eines solchen Tierkörpers und der Erregernachweis bei Hinweis auf eine akute Infektion.

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RMZ, MG, 27.08.2014



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