Fachinformationen - Sarkosporidiose


Sarkosporidiose

Erreger:

Sarcocystis suihominis (Protozoa, Sporozoa)
Verbreitung:
weltweit
Infektionsweg:
Verzehr von rohem zystenhaltigen Schweinefleisch. S.hominis aus dem Rindfleisch ist apathogen. Der Erreger benötigt einen Wirtswechsel zwischen einem als Zwischenwirt fungierenden Pflanzenfresser und einem fleischfressenden Endwirt.
Inkubationszeit:
1 -5 Tage
Symptomatik:
Nach oraler Aufnahme von größeren Mengen an infektiösen Sarcocystis-Zysten können abdominelle Beschwerden wie Durchfälle, Erbrechen und Bauchkrämpfe oder Fieber und Myalgien auftreten. Bei Menschen verläuft die Infektion jedoch in der Regel asymptomatisch. Die Ausscheidung von Oo- bzw. Sporozysten mit dem Stuhl beginnt meist 1-2 Wochen nach Infektion und kann mehrere Wochen anhalten.
Diagnostik:
Nachweis der Sporozysten im Stuhl, seltener Oozysten
Differentialdiagnose:
Gastroenteritis anderer Ursache
Therapie:
bei ausgeprägter Symptomatik evtl. Sulfonamidgabe
Prophylaxe, Immunität:
Kochen des Fleisches gilt als sichere Prophylaxe
Gesetzliche Regelungen:
Es besteht keine Meldepflicht nach IfSG.
 

RMZ, 12.12.2011



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