Fachinformationen - Rocky Mountain Spotted Fever


Rocky Mountain Spotted Fever (RMSF, Felsengebirgsfieber, Zeckentyphus)

Erreger:

Rickettsia rickettsii (kleine, obligat intrazellulär lebende, kokkoide Mikroorganismen, Familie der Rickettsien)

Verbreitung:
Das Felsengebirgsfleckfieber kommt vorwiegend in den östlichen und südlichen Staaten der USA vor, aber auch in Mexiko und in Herden in Südamerika.

Infektionsweg:
Die Übertragung erfolgt durch Zeckenbisse, dabei beginnt die Übertragung von infektiösen Erregern auf den Menschen wahrscheinlich erst einige Stunden nach Beginn des Saugaktes. Möglicherweise ist eine Infektion auch bei Hautkontakt mit Zeckenfaeces möglich. Als weiteres Reservoir dienen v.a. Nagetiere, Bären, Luchse und Hunde. Bei Tieren werden meist subklinische Verläufe beobachtet.

Inkubationszeit:
etwa 1 Woche

Symptomatik:
Die Erkrankung beginnt plötzlich mit rasch ansteigendem, hohem Fieber, begleitet von Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit und Benommenheit, teilweise auch von neurologischen Ausfallssymptomen, Häufig klagen die Patienten auch über Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und bisweilen Ikterus. Ein diagnostisch wichtiges Merkmal ist das nach ca. 3 - 5 Tagen erscheinende, kleinfleckige, teilweise petechiale Exanthem. Dieses tritt bei den meisten Betroffenen auf, beginnt typischerweise an den Hand- und Fußflächen und breitet sich zentripetal aus. Als Komplikationen können starke Kreislaufstörungen mit Blutdruckabfall, Tachykardien und Nierenversagen auftreten, die innerhalb kurzer Zeit tödlich enden. Bei komplikationslosem Verlauf entfiebern die Patienten nach 2 – 3 Wochen, jedoch können Residualschäden verbleiben, insbesondere bei Beteiligung des zentralen Nervensystems.

Diagnostik:
Ab der 2. Krankheitswoche können spezifische Antikörper serologisch nachgewiesen werden (KBR, IF). Wichtig ist eine genaue Anamnese (Zeckenbisse).

Differentialdiagnose:
andere Rickettsiosen, Infektion mit Enteroviren, Masern, Typhus abdominalis, Leptospirose, Syphilis II, Meningokokkeninfektionen, Rückfallfieber, Tularämie, Lyme-Borreliose

Therapie:
Tetracycline, Chloramphenicol. Wichtig ist der frühzeitige Therapiebeginn

Prophylaxe:
Vermeidung von Zeckenbissen, Bekämpfung der Vektoren. Nach durchgemachter Infektion besteht wahrscheinlich eine solide Immunität.

Gesetzliche Regelungen:
Es besteht keine Meldepflicht nach IfSG.

RMZ, 23.03.2012



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