Reiseinformationen - Trinkwasser


Trinkwasserhygiene auf Reisen


Einführung

In vielen Gegenden der Welt ist sauberes Trinkwasser keine Selbstverständlichkeit.
Dabei ist die Verfügbarkeit von unbelastetem Wasser eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Gesundheit. Wasser kann durch Mikroorganismen aber auch durch Chemikalien, zum Beispiel Schwermetalle oder Insektizide, belastet sein. Keimbelastungen rühren vor allem von fäkalen Verunreinigungen her. Etwa 80% der Erkrankungen in den Tropen sind wasserbedingt. Typische Erreger, die durch fäkal verunreinigtes Wasser übertragen werden, sind:


Bildquelle: BNI / BW

Grundlagen
Bereits während der Reiseplanung kann man versuchen, abzuschätzen, ob die Versorgung mit sauberem Trinkwasser gewährleistet ist. Hier spielt auch der Reisestil eine Rolle. Rucksackreisende, die sich in ländlichen Gebieten Afrikas oder Südasiens bewegen, haben ein anderes Risiko als Reisende, die sich in Touristenressorts aufhalten. Allerdings lässt sich eine komfortable Unterbringung nicht immer mit guten hygienischen Bedingungen gleichsetzen. Leitungswasser, offene Karaffen mit angeblich “gefiltertem” Wasser oder Eiswürfel können auch in ansonsten hervorragenden Hotels zum Gesundheitsrisiko werden. Oft sind Reisende, die auf Nummer sicher gehen wollen, darauf angewiesen, ihren gesamten Wasserbedarf mit dem Mineralwasser zu decken, das zu hohen Preisen in der Hotelbar verkauft wird. In größeren touristischen Ressorts finden sich zumindest meist Supermärkte, in denen man auch Getränke kaufen kann. Hierbei sollte gezielt nach Produkten internationaler Firmen gesucht werden - hier kann man einen gewissen Qualitätsstandard voraussetzen. Die gekauften Flaschen oder Dosen sollten stets noch original verschlossen sein. Frei von Krankheitserregern sind in aller Regel auch heiße Getränke wie frisch gebrühter Tee oder Kaffee.
In großen Höhen, zum Beispiel bei Anden- oder Himalaya-Exkursionen, liegt der Siedepunkt des Wassers deutlich niedriger und dann ist Abkochen weniger effektiv. In diesen Fällen hilft das Kochen in einem Dampfdrucktopf. Sinnvoll ist es immer, das Wasser mindestens fünf Minuten kochen zu lassen. Bei trübem, stärker verunreinigtem Wasser kann die Wirksamkeit des Abkochens eingeschränkt sein. Das Abkochen des gesamten Wassers des täglichen Bedarfs ist für die meisten Reisenden jedoch keine realistische Option.
 

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Methoden für Trekking-Reisende
Filter sind kein Ersatz für das Abkochen. Abgekochtes Wasser kann im Kühlschrank oder in Tonkrügen aufbewahrt werden. Durch die Poren des Tons verdampft es und hält dabei den Kruginhalt angenehm kühl. Bei zu langer Lagerung von abgekochten Wasservorräten ist allerdings eine Wiederverkeimung möglich.

Fazit
Bereits vor Antritt der Reise kann überlegt werden, welche Möglichkeiten zur Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene vor Ort existieren und welche unterstützenden Methoden zusätzlich genutzt werden sollen. Nur gegen einige wenige durch Wasser übertragende Erkrankungen kann man wirkungsvoll impfen, zum Beispiel gegen Hepatitis A. Impfungen gegen Typhus und Cholera sind für die meisten Reisen nicht erforderlich und im besten Fall lediglich als ergänzende Maßnahmen zu sehen.

MG, 15.08.2012



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