Reiseinformationen - Noroviren


Noroviren


Erreger: Norovirus
Verbreitung: Noroviren sind weltweit verbreitet. Ausbrüche vorwiegend in den Wintermonaten. Typischerweise in Gemeinschaftseinrichtungen, nicht selten auch bei Kreuzfahrten.
Infektionsweg:  Verunreinigte Nahrungsmittel, Schmierinfektion, Inhalation von infektiösem Material (in der Luft schwebende feine Tröpfchen nach Erbrechen).
Zeitraum von Infektion bis Krankheit: In der Regel 10 bis 60 Stunden
Krankheitszeichen: Erbrechen (oft explosionsartig) und zum Teil starker Durchfall. Begleiterscheinungen: Übelkeit, kolikartige Bauchschmerzen. Bei Risikopersonen, wie z. B. bei betagten Personen mit schlechtem Gesundheitszustand, sind dann schwere Krankheitsverläufe, selten auch mit Todesfolge, möglich.
Labornachweis: Molekularbiologischer Erregernachweis (PCR), Antigennachweis im Stuhl (EIA).
Behandlung: symptomatisch
Vorbeugung, Immunität: Generell ist eine gute Händehygiene sehr wichtig: gründliches Waschen mit Seife und optimalerweise die Nutzung eines Desinfektionsmittels. Außerdem müssen Gegenstände und Oberflächen, die mit Stuhl oder Erbrochenem in Kontakt gekommen sind, sachgerecht gereinigt und anschließend desinfiziert werden. Genussfertige Lebensmittel, etwa Obstschalen, Knabberartikel o. ä . sind aus dem Umfeld des Patienten zu entfernen. Kleidung und Bettwäsche ist als infektiös zu betrachten und entsprechend zu reinigen (über 60 Grad). Kann die Wäsche nur mit niedrigeren Temperaturen gewaschen werden, so ist diese 14 Tage sicher und ohne Zugriff zu lagern, um so eine Entkeimung zu gewährleisten. Während des Erbrechens des Patienten sollten Hilfspersonen Abstand wahren, um eine Tröpfcheninfektion zu vermeiden, oder einen Mundschutz tragen (Schutzstufe FFP2). Höchste Ansteckungsfähigkeit besteht während der akuten Erkrankung und etwa 48 Stunden nach Abklingen der Symptome. Erkrankte Personen sollten noch mindestens zwei bis drei Tage nach Abklingen der Symptome nicht zur Arbeit (oder Schule, Kindergarten) gehen und den Kontakt mit anderen Personen meiden.

RMZ, 19.01.2012



Drucken

Zur Website www.gesundes-reisen.de