Reiseinformationen - Leishmaniose Kurztext


Leishmaniose (Kutane Leishmaniose der Alten Welt; Orient-, Aleppo- oder Bagdadbeule; Viszerale Leishmaniose (Kala-Azar))

Erreger: Leishmaniose der Alten Welt: Einzeller Leishmania tropica, L. major, L. äthiopica, L. infantum
Viszerale Leishmaniose: Leishmania donovani
Verbreitung: Orientbeule: Nord- und Ostafrika, Arabien, Zentralasien, bevorzugt in warmen, trockenen Gebieten. Viszerale Leishmaniose (Leishmaniose mit Organbeteiligung): Mittelmeerraum, Naher Osten, China, Indien, Ostafrika, Zentral- und Südamerika, hauptsächlich in ländlichen Gebieten.
Infektionsweg: Übertragung durch die Schmetterlingsmücke (Gattung: Phlebotomus). Der Erreger findet sich auch in Nagetieren, Hunden, Wölfen und Füchsen.
Zeitraum von Infektion bis Krankheit: wenige Tage bis mehrere Jahre
Krankheitszeichen: Orientbeule: Nur Befall der Haut mit Entwicklung eines schmerzlosen Geschwürs, welches sich ausdehnt und schließlich unter Narbenbildung abheilt. Die viszerale Leishmaniose (Kala-Azar) ist die gefährlichste Form. Es finden sich allgemeines Krankheitsgefühl und Fieberepisoden. Im weiteren Verlauf können vor allem Lymphknoten, Milz, Leber und Knochenmark durch den Erreger geschädigt werden.
Labornachweis:  Erregernachweis aus Hautgewebsprobe oder im Knochenmark (mikroskopisch oder molekularbiologisch per PCR). Der Antikörpernachweis im Blut ist oft richtungsweisend.
Behandlung: Eine medikamentöse Behandlung ist mit 5-wertigen-Antimon-Präparaten oder Miltefosin möglich.
Vorbeugung, Immunität: Schutz vor Mückenstichen.

 

RMZ, 10.01.2012



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