Fachinformationen - Larva-Migrans-Cutanea


Larva migrans cutanea

 Bildquelle: Werner Schönherr

Erreger:

v.a. Ancylostoma brasiliense (Helminthen, Nematoden)
Verbreitung:
Tropische und subtropische Klimazonen
Infektionsweg:
Perkutanes Eindringen der filiformen Larven, Ancylostoma brasiliense ist ausschließlich tierpathogen und kann seinen vollständigen Entwicklungszyklus nur in seinen Endwirten Hund oder Katze durchlaufen. Im Menschen findet keine Entwicklung zum adulten Wurm statt.
Inkubationszeit:
Reaktion auf Larven innerhalb weniger Stunden
Symptomatik:
Die Exkremente der Larven tierischer Hakenwürmer, wie z.B. A.brasiliense, können auf ihrer subkutanen Wanderung entzündliche Reaktionen hervorrufen und zum klinischen Bild einer Larva migrans cutanea führen. Diese ist gekennzeichnet durch meist wandernde, juckende Gänge und Papeln in der Haut. Eine Lungenpassage mit entsprechender klinischer Symptomatik wie bei A.duodenale findet nicht statt. Im Menschen kann es nicht zur Ausreifung dieser Larven kommen, auch ohne Therapie sterben diese nach ca. 3 Wochen ab.
Diagnostik:
Anamnese, klinischer Befund
Therapie:
Lokalbehandlung des erkrankten Hautareals mit Thiabendazol-Salbe.
Prophylaxe, Immunität:
Tragen von festem Schuhwerk in Endemiegebieten.
Gesetzliche Regelungen:
Es besteht keine Meldepflicht nach IfSG.

RMZ, 13.11.2012



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