Fachinformationen - Hand-Fuß-Mundkrankheit


Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMD, Hand-Foot-Mouth Disease) (nicht identisch mit Foot-and-mouth-disease: Maul und Klauenseuche)

Erreger:
Enterovirus, besonders EV71 und menschliches Coxsackievirus A16 (seltener A4, A5, A9, A10, B2, B5).
Verbreitung:
In warmen Klimazonen, wahrscheinlich weltweit. Berichte häufig aus Asien, aber auch im Süden der USA.
Infektionsweg:
Schmierinfektion durch Kontakt mit Infizierten, nicht durch Kontakt mit Haustieren. Unsauberes Wasser spielt ebenfalls eine Rolle bei der Übertragung.
Inkubationszeit:
3-7 Tage
Symptomatik:
Enanthem (Ausschlag mit Ulzerationen auf Schleimhäuten, meist im Mund) mit leichtem Fieber, gefolgt von einem Exanthem (Hautauschlag mit Bläschen an Handinnenflächen und Füßen. Meist gutartiger Verlauf über 7-10 Tage mit folgenloser Abheilung. Als Komplikation ist eine „aseptische“ virale Menigitis möglich; sehr selten Polio-ähnliche Verläufe oder gelegentlich auch Todesfälle bei EV71-Enzephalitis.
Diagnostik:
Virusnachweis aus Bläschenflüssigkeit, Mundabstich, Sekreten und Stuhl. Da der Nachweis 2-4 Wochen dauert, ist bei Diagnosestellung die Erkrankung meist bereits abgeheilt.
Differentialdiagnose:
Varizellen, Herpes simplex, Aphthen
Therapie:
Symptomatisch
Prophylaxe, Immunität:
Hygienemaßnahmen, relative Immunität (milderer Erkrankungsverlauf bei bereits durchgemachter Infektion)
Gesetzliche Regelungen:
Keine

Weiterführende Information (CDC)
HFMD

MG, 09.09.2015



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