Fachinformationen - Fascioliasis


Fascioliasis

Erreger:

Fasciola hepatica, Fasciola gigantica (Helminthen, Trematoden)
Verbreitung:
Fasciola hepatica: weltweit, besonders in Schafzuchtgebieten Fasciola gigantica: Naher Osten, Afrika, Asien (sehr selten)
Infektionsweg:
Verzehr von metazerkarienbehafteten Wasserpflanzen, v.a. Brunnenkresse. Die Fascioliasis ist eine Zoonose der Schafe bzw. Rinder. Menschen werden nur selten und wenn akzidentell befallen. Für den Entwicklungszyklus wird feuchtes Milieu und eine Schlammschneckenart als Zwischenwirt benötigt.
Inkubationszeit:
Sehr unterschiedlich: 3-6 Monate, mindestens 6 Wochen
Symptomatik:
Es lassen sich zwei klinische Phasen unterscheiden. Während der Durchwanderung der Larven durch die Darmwand und das Leberparenchym beklagen die Patienten Oberbauchschmerzen, Fieber und Hepatomegalie. Einige Wochen nach dieser akuten Episode, wenn die adulten Würmer in die Gallengänge eingewandert sind, klingen alle Beschwerden meist vollständig ab. Sehr selten wurden Fälle mit massivem Gallenwegsverschluß mit nachfolgender Leberschädigung beschrieben. Bei Infektionen mit Fasciola gigantica wurden bisweilen ektopische Lokalisationen beschrieben (wandernde Hautirritationen). Die meisten Infektionen verlaufen jedoch inapparent. Die Eiablage der adulten Würmer in den Gallengängen beginnt meist nach ca.12 Wochen, sie kann mehrere Jahre anhalten.
Diagnostik:
Nachweis der Eier im Stuhl oder Gallenflüssigkeit (manchmal nur dort, mehrere Proben notwendig). Serologische Nachweisverfahren (ELISA, IFT, PHA).
Therapie:
Triclabendazol oder Praziquantel, Dihydroemetin
Prophylaxe, Immunität:
Verzehr von entsprechenden Wasserpflanzen vermeiden.
Gesetzliche Regelungen:
Es besteht keine Meldepflicht nach IfSG.

MG, 22.06.2009



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