
Dengue-Fieber
Erreger: Denguevirus; 4 unterschiedliche Typen.
Verbreitung: Tropische und subtropische Gebiete, vor allem in Südostasien und Südamerika.
Infektionsweg: Übertragung durch Aedes Moskitos. Diese Insekten sind tagaktiv und stechen überwiegend während der Dämmerung.
Zeitraum von Infektion bis Krankheit: 3-14 Tage
Krankheitszeichen: Man unterscheidet u.a. zwei Verlaufsformen:
1. Klassisches Dengue-Fieber: Abrupter Fieberanstieg (40°C), häufig mit Schüttelfrost, begleitet von charakteristischen starken Muskel- und Gelenkschmerzen ("Knochenbrecher-Fieber"). Wenige Tage nach Beginn des Fiebers findet sich mitunter ein flüchtiger Hautausschlag.
2. Dengue Hämorrhagisches Fieber (DHF), Dengue Schocksyndrom (DSS): Hauptsächlich sind Kinder und Jugendliche betroffen. Schwere Krankheitsverläufe mit erhöhter Blutungsneigung und Kreislaufschock sind möglich. Auch gehäuftes Auftreten von Herzmuskelentzündung und Lungenentzündung wird beobachtet.
Labornachweis: Virusnachweis im Blut während der ersten 3-7 Krankheitstage. Später Nachweis von spezifischen Antikörpern im Blut.
Behandlung: symptomatisch
Vorbeugung, Immunität: Schutz vor Mückenstichen. Eine durchgemachte Infektion führt nur zur Immunität gegenüber einem der 4 Virustypen. Bei Zweitinfektion mit einem der anderen 3 Typen können schwerere Krankheitsverläufe auftreten.
MG, 17.06.2009
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