Fachinformationen - Chikungunya Kurztext


Chikungunya


Aedesmücken (Tigermücke)
Bildquelle: Prof. Garms, BNI


Erreger:

Chikungunya-Virus (Togavirus, Alphavirus, RNA-Virus)
Verbreitung:
Afrika südlich der Sahara, Indien, Südost-Asien, Indonesien, Inseln im Indischen Ozean
Infektionsweg:
Aedes Mücken, Reservoir: Primaten
Inkubationszeit:
3-12 Tage
Symptomatik:
Plötzlicher, schneller Fieberanstieg, Kopfschmerzen, Myalgien, Arthralgien. Die häufig im Vordergrund stehenden Gelenkbeschwerden treten meist bilateral auf; insbesondere sind die Extremitäten betroffen - vorgeschädigte Gelenke erweisen sich als besonders anfällig. Die Gelenke sind geschwollen, berührungsempfindlich, meist nicht gerötet. Bisweilen tritt ein makulopapulöses, nicht juckendes Exanthem auf. Dieses kann nach dem Abklingen bräunliche Hautflecken hinterlassen. Bei Chikungunya-Fieber (CF) kommt es sehr selten zum Auftreten von Hämorrhagien. Die Prognose von CF ist gut. Nur ein geringer Anteil der Patienten leidet unter monatelang persistierenden Gelenkbeschwerden.
Diagnostik:
Detektion von viraler RNA mittels RT-PCR im Serum gelingt fast immer während der ersten 4 Krankheitstage, wird spätestens nach dem 7. Tag negativ. Virus-spezifisches IgM und IgG sind bereits ab den 2. Tag nachweisbar (IF) und ab Tag 5 regelmäßig positiv. Einfacher Nachweis von spezifischem IgG ist bei Reiserückkehrern ohne Vorimmunität beweisend. Virusanzucht in Gewebekulturen und Nachweis von spezifischem IgM sind mögliche weitere Untersuchungen.
Differentialdiagnose:
Dengue, O'nyong-nyong Fieber.
Prophylaxe, Immunität:
Schutz vor Mückenstichen. Derzeit ist keine Schutzimpfung verfügbar.

RMZ, 29.08.2012



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