Reiseinformationen - Aflatoxin


Aflatoxin

In Afrika u.a. kommt es immer wieder zu Fällen von Vergiftungen durch Verzehr von "verschimmeltem" Mais, der nach der Ernte unsachgemäß aufbewahrt wurde.

Meist ist die Ursache Aflatoxin, ein natürlich vorkommendes Gift der Pilzgattung Aspergillus (insb. A. flavus und A. parasiticus). Besonders giftig ist Aflatoxin B1. Die Pilze sind weit verbreitet und befinden sich in Böden, in verfallender Vegetation, in Heu und in gelagertem Getreide. Aspergillus wird auch häufig gefunden, wenn bestimmte Getreidearten unter schwierigen Bedingungen, z.B. während Dürreperioden, wachsen.

Pilze dringen in gelagerte Ernteprodukte ein (Mais, Hirse, Reise, Weizen, Sesam, Erdnuss, Soya, Sonnenblume, Baumwolle, Gewürze, Nüsse), wenn sie dort vorteilhafte Wachstumsbedingungen vorfinden: Feuchtigkeit und hohe Temperatur.

Der Nachweis von Aspergillus bedeutet noch nicht, dass Getreide vergiftet ist, weist aber darauf hin, das es vergiftet sein könnte.

Aspergillus-Arten können eine Vielzahl von Erkrankungen auslösen. Das Spektrum reicht von leichten allergischen Reaktionen bis zu schweren Erkrankungen mit Todesfolge. Eine akute Vergiftung schädigt die Leber: Nekrose, Zirrhose und Blutungsneigung sind die Folge. Bei einer Infektion der Leber mit Hepatitis B (in Afrika sehr häufig) erhöht sich bei wiederkehrender Aflatoxinaufnahme das Leberkrebsrisiko. Auch ein Befall vieler anderer Organe (Lunge, Gehirn, Auge, Haut) ist möglich, besonders bei Personen mit eingeschränkter Immunabwehr. Die Infektion kann zu lebensbedrohlichen Abszessen führen.

Organisiert Reisende sind nicht gefährdet.

Hinweis für Trekking-Touristen :

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RMZ, 27.07.2012



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