Reiseinformationen - Verkehr: Flugangst


Flugangst

Bildquelle: Himmel/Gerstenberg

Angstgefühle vor Flugreisen sind normal. Viele Reisende beschleicht ein leichtes Unbehagen, insbesondere vor Langstreckenflügen, da die Raumverhältnisse beengt sind. Es entsteht das Gefühl des Ausgeliefertseins während des Starts und der Landung oder bei unerwarteten Turbulenzen. Die schwer überschaubare Technik des Flugzeuges, diverse Sicherheitskontrollen wie auch die Vielzahl unterschiedlicher Sicherheitsbestimmungen können für manche Reisende furchteinflößend sein. Bordrituale wie Sicherheitsvorführungen, Pilotenansagen, Essensausgaben oder Kinofilme beruhigen die Passagiere aber meist sehr rasch. Flugzeuge gehören zu den sichersten Verkehrsmitteln, Unfälle beim Fliegen kommen deutlich seltener vor als im Straßenverkehr. Trotz dieser logischen Argumente reagieren aber manche Reisende angesichts des bevorstehenden Flugs mit Panik oder einem regelrechten Vernichtungsgefühl. Vermittelt werden solche Panikattacken, die mit Erbrechen, Durchfall oder Ohnmachtsanfällen einhergehen können, durch das autonome Nervensystem, das durch logische und rationale Argumente oft kaum beeinflusst wird. Für Passagiere, die an den geschilderten Reaktionen leiden, Flugreisen aber nicht vermeiden können, werden spezielle Kurse angeboten, die die Reizschwelle für das Anspringen von Panikprogrammen im Gehirn erniedrigen. Bewährt haben sich dabei viele Methoden- und Handlungsweisen, die einen Teil des autonomen Nervensystems (den so genannten Vagus) anregen, um den Herzschlag und die Atmungsaktivitäten zu bremsen und damit körperliche Entspannung zu ermöglichen.


Tipps für Reisende mit Flugangst
Körperliche Entspannungstechniken (autogenes Training, Yoga, Qi Gong u.a.) haben sich bewährt. Das Ziel ist dabei nicht die völlige Angstfreiheit. Vielmehr soll eine Gelassenheit erreicht werden, um unangenehme Situationen ohne Panik und Angstreaktionen bewerkstelligen zu können. Um zu mehr innerer Ruhe zu kommen, können Sie die Augen schließen und auf den Atmungsrhythmus achten. Eine andere Methode ist es, die Augen zu öffnen und etwas (z.B. das Gesicht Ihrer Begleitung) zu betrachten und (ohne Angst) zu kommunizieren.

Verschiedene Flughäfen bieten Flugangstambulanzen an. Hier kann man, auch kurzfristig, mit Psychologen und Piloten sprechen.

Weitere Informationen


Vor dem Flug

Während des Fluges

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RMZ, 13.11.2012



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