Reiseinformationen - Weibliche Genitalverstümmelung


Weibliche Genitalverstümmelung
 
Täglich werden hunderte von Babys, Mädchen und jungen Frauen an ihren Genitalien verstümmelt (Terres de Femmes). Diese archaischen Praktiken gehen auf zwei- bis dreitausend Jahre alte Riten in der Nilregion zurück. Sie führen zu erheblichen Folgen für die körperliche und psychische Gesundheit der betroffenen Frauen.  
 
Die weibliche Genitalverstümmelung ist heute überwiegend im Nordosten und im Westen Afrikas verbreitet aber auch in europäischen Ländern werden Beschneidungen (trotz Verboten) praktiziert, oder sie werden während der Urlaubsreisen in Herkunftsländer durchgeführt. In Frankreich wird dagegen aktiv vorgegangen. So werden zum Beispiel Mädchen bis zu ihrem sechsten Lebensjahr auf Genitalverstümmelungen untersucht und Eltern sowie Praktizierende bestraft. In den Niederlanden wurde zur Einschränkung des Problems ein „Gesundheitspass“ eingeführt, der ein Warnung enthält, dass Eltern bei der Rückkehr aus dem Heimaturlaub in die Niederlande verhaftet werden, wenn ihr Kinder beschnitten wurden.
 
In Deutschland scheint diese Problem von staatlicher Seite nicht thematisiert zu werden. Auch in Großbritannien wird kaum etwas gegen die Verstümmelung getan, mit der Begründung, eine Untersuchung der Genitalien der Mädchen auf Verstümmelung würde eine Verletzung der Menschenrechte darstellen. 

 

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 Videos (BBC)

Bildquelle: Dr. H. Jäger

 

 

IK, 25.02.2013



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