Fachinformationen - Influenza Allgemein: Vorbeugung


Influenza Allgemein: Vorbeugung
 
Die Grippe ist eine weltweit vorkommende Infektionserkrankung, die von Mensch zu Mensch durch Tröpfchen übertragen wird. Ursächlich führen sehr unterschiedliche Viren zu dem gleichen Krankheitsbild, das durch Laobruntersuchungen in Influenza like illnesses und Influenza aufgeteilt werden kann.

Bildquelle: Werner Schönherr 

Insbesondere in kühlen Jahreszeiten kann sich durch Husten oder Niesen ein Nebel von Tröpfchen bilden. Dieser feinste Nebel (Aerosole) wird mit mit "Tempo 100" aus Nase und Mund herausgeschleudert und kann von anderen Personen, z.B. im Gedränge der Bahn oder eines Supermarktes bis auf zwei bis drei Meter Entfehrnung eingeatmet werden.
 
Die Influenza verläuft hochfieberhaft, und die Erholungsphase kann lang andauern. Ältere, geschwächte und chronisch kranke Personen sind durch schwere Krankheitsverläufe gefährdet, auch Todesfälle sind (sowohl bei Influenza like illnesses als auch Influenza) möglich.
 
Eine Besonderheit der Influenza-Viren ist die leichte Veränderlichkeit ihrer Außenstrukturen, so dass bei infizierten Menschen oder Tieren kein bleibender immunologischer Schutz vor einer erneuten Infektion besteht. Einige dieser Viren betreffen überwiegend Wildvögel und Haustiere und können sehr selten dann auch von diesen auf Menschen übertragen werden. 

Eine Eindämmung eines Ausbruchs ist nur schwer möglich, da die Viren bereits übertragen werden, bevor es zu ersten Krankheitserscheinungen kommt.


Bildquelle: Karoline Bloch/ Simona Himmel

Wegen der leichten Übertragbarkeit der Grippeviren sind die Möglichkeiten eines mechanischen Schutzes vor Ansteckung begrenzt.
Durch sorgfältiges Händewaschen und vorsichtigen Umgang mit Erkrankten kann die Ausbreitung der Erreger allerdings eingedämmt werden (Cochrane 2010).
 
In Asien tragen Personen mit Infektionen der oberen Atemwege oft einen Mundschutz. Es gilt dort als höfliche Geste, um Gesunde zu schützen und diesen zu bedeuten, etwas Abstand zu halten. Umgekehrt macht das Tragen eines Mundschutzes für Gesunde in Zeiten einer Grippewelle keinen Sinn. Wenn es möglich ist, können jedoch Besuche von Massenzusammenkünften (z.B. Kirchentage, Hadj, Sportgroßereignisse), Reisen mit vielen Personen in beengten Räumlichkeiten (Bus, Bahn, Kreuzfahrten) eingeschränkt werden.

Ein Screening an Flughäfen nach Personen mit Fieber macht bei einer Grippeepidemie ist wirkungslos. (Cochrane 2010)

Eine vorbeugende oder leichtfertige Einnahme von Anti-Grippe-Wirkstoffen, z.B. Neuraminidase-Hemmern wie Oseltamivir, zum Beispiel bei Vorliegen einer leichten Erkältung, ist schädlich. Bereits jetzt ist eine deutliche Ausbreitung Oseltamivir-resistenter Erreger zu beobachten. Da im Falle einer (drohenden) Pandemie, antivirale Medikamente die „letzte Barriere“ darstellen, um Zeit für die Produktion eines neuen Impfstoffes zu gewinnen, ist ein sehr überlegter Umgang mit diesen Substanzen erforderlich, um eine weitere Zunahme von Resistenzen zu vermeiden. Die Anwendung von Neuraminidase-Inhibitoren könnte dann jedoch sinnvoll sein, sofern

 

HEF, 17.10.2012



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