Fachinformationen - Sonne und Haut


Sonne und Haut
 

Bildquelle: Werner Schönherr


Das Sonnenlicht

Das Sonnenlicht besteht aus dem sichtbaren Licht, Wärme- und Ultraviolettstrahlung (UV-A und UV-B). Die langwelligen UV-A Strahlen und die kurzwelligen UV-B-Strahlen dringen in die Haut ein. Wasseroberflächen und Schnee können durch Reflektion die Strahlung verstärken. Sonnenstrahlen dringen auch durch die Wasseroberfläche. Durch das Ozonloch über der Antarktis ist der Anteil an UV-Strahlen in vielen Gebieten der Südhalbkugel erhöht.

Sonnenbestrahlung hat positive Auswirkungen

Unter diesem Gesichtspunkt ist es also ratsam, Kinder viel im Freien spielen zu lassen und auch als Erwachsener sich häufig direktem Sonnenlicht auszusetzen. Aber auf die Dosierung kommt es an ...

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Sonnenbestrahlung hat negative Auswirkungen

Der Zusammenhang zwischen intensiver Sonnenbestrahlung und Hautkrebs (insb. dem so genannten Plattenepithelkarzinom) ist gut belegt. Diese Krebsformen treten auf bei Personen aus dem Norden, an sonnenexponierten Stellen und das Risiko ihres Auftretens sinkt, wenn Sonnenschutz regelmäßig beachtet wurde und daher kein oder kaum Sonennbrand auftrat. Der Zusammenhang zwischen Sonnenbestrahlung und dem Auftreten von Melanomen (bösartigen, aggressiven Neubildungen von Melaninzellen) ist nicht belegt, wenn es jedoch zu Melanomvorstufen gekommen ist, wirkt sich Strahlung krankheitsbeschleunigend aus. 

In Solarien wird die Haut vorwiegend durch UV-A Strahlen gebräunt. Einen anschließenden Sonnenbrand (durch UV-B) sieht man weniger; er wird jedoch nicht verhindert! Es ist also sinnlos zu versuchen, auf Sonnenbänken mit fehlendem UV-B-Anteil vor intensiverer Sonnenbestrahlung vorzubräunen, also eine sog. "Lichtschwiele" zu erzeugen. Die UV-A-Stahlen der Sonnenstudios führen zu einer rascheren Hautalterung und sind daher nicht empfehlenswert, auch wenn ein gelegentlichen Besuch einer Sonnenbank nicht viel schadet.

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Abgewogener Umgang mit Sonnenbestrahlung

Medikamente und so genannte „Lichtallergie“:

Einige Medikamente können die Lichtempfindlichkeit der Haut für Sonnenbestrahlung erhöhen. Dazu zählen vor allem Tetrazykline (z.B. Doxycyclin zur Malariaprophylaxe) und einige andere Antibiotika, sowie so genannte Neuroleptika, Antihistaminika, Antirheumatika, Antidiabetika, und auch Medikamente pflanzlicher Herkunft, zum Beipiel Johanniskrautpräparate.

Auch die Verwendung von Parfüms, Deodorants und Kosmetika kann die Empfindlichkeit der Haut für Strahlung erhöhen. Die Zusätze von Vitamin C, E und Beta-Carotin sollen in der Haut die Entstehung von freien Sauerstoffmolekülen (so genannten „Radikalen“) hemmen und damit die Schädigung begrenzen. Es fehlen jedoch bisher Nachweise, dass die Vitamine in aktiver Form in die Haut gelangen können.

Der häufig benutzte, aber irreführende Begriff „Lichtallergie“ bezeichnet eine Hauterkrankung („Lichturtikaria“), bei der ein in der Haut befindliches, körpereigenes Allergen durch Licht aktiviert wird und typische allergische Reaktionen auslöst. Akute Schübe dieser Erkrankungsform können durch Medikamente (eventuell auch durch „Abhärtungsbestrahlung“ unter ärztlicher Aufsicht!) gebessert werden. Personen, die an dieser Erkrankung leiden, sollten intensive Sonnenbestrahlung und Solarien meiden. Werden sehr viel Cremes und Salben zum Sonnenschutz eingesetzt, kann es aufgrund verstopfter Talkdrüsen zur so genannten „Mallorca-Akne“ kommen.

Tipp:

Literatur:

Weitere Artikel

HEF, MG, 30.08.2012



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